Letzte Etappe - St. Koloman - Eggelsberg
Mit Wehmut genießt man(n) das Bier am Abend in weiser Voraussicht, daß am Folgetag die Heimfahrt naht und das lang ersehnte Erlebnis bald der Vergangenheit angehört. Für mich ist es schwer vorstellbar, daß die letzte Etappe eine der schönsten Streckenabschnitte beinhalten sollte. Schließlich lassen wir die hohen Berge doch hinter uns...doch weit gefehlt! Franz hatte recht, als es den lieben langen Tag lang links und rechts rum, steil bergauf und bergab ging - Dörfer, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein schien.
Aber egal wo wir mit unseren 23 Traktoren fuhren, überall winkten uns fröhlich die Menschen zu. Aber im einzelnen:

Der morgendliche Ausblick aus dem Hotelfenster war einmalig und das Wetter schien wieder auf unserer Seite zu sein. Der älteste Teilnehmer war übrigens 76 Jahre jung und war in Begleitung seiner besseren Hälfte - Respekt!
Bereits im Vorfeld der Reise kündigte unser Scout Franz an, daß er auf diesem Streckenabschnitt am entspanntesten sein wird, wenn alles geklappt hat und alle zufrieden sind. Das war ihm deutlich anzumerken - die Gesichtszüge entspannten sich langsam :-)
Wie bereits oben beschrieben, handelte es sich in der Tat um einen beeindruckenden Streckenabschnitt, den man bei dem langsamen Tempo von rund 15 KM/h meterweise genießen konnte. Der Norddeutsche hat ja nicht nur mit dem Dialekt der Österreicher zu kämpfen - nein auch mit den neuen Fachbegriffen. Auch die Uhrzeit versuchte man mir beizubringen, doch dreiviertel fünfe oder viertel sechs ist nix für mich. In einem der zahlreich besuchten Gasthöfe fragte ich die Kellnerin, warum man denn die Speckgröstel nicht einfach als Bratkartoffeln bezeichnen könnte - da verstünden zumindest auch die Auswärtigen, was gemeint wäre. Aber egal - wir waren ja zu Gast bei Freunden - Fußballfreunden! Überall sah man bereits die Fahnen an den Autos - Erinnerungen an die Fußball-WM in Deutschland wurden wach. Egal - zurück zum Thema.
An dem Scheitelpunkt eines Berges angekommen, bot sich ein fantastischer Ausblick auf Salzburg - grandios! Da mußte natürlich wieder eine Rast eingelegt werden.

Gemeinsam erkannte man von hier aus Bekanntes - auch der Tiroler, der für mich immer wie ein Schweizer klang :-)
Die letzte Einkehr gab es dann mittags - mit ein wenig Wehmut, nun dem Ende der Ausfahrt entgegen zu fahren.
Ein letztes Gruppenfoto und entspannte Gesichtszüge unseres Scouts Franz Öller.
Ein wenig erschöpft aber glücklich kehrten wir dann wieder nach Eggelsberg in Oberösterreich zurück und fanden gleich die Lokalzeitung vor, die bereits über die "Verrückten" berichtet hatte.
Tja, liebe Leser, damit geht auch dieser Bericht dem Ende entgegen. Für uns Norddeutschen war es ein unvergessliches Erlebnis und wir hatten gewiss viele Neider in der Heimat gelassen. Viele neue Freunde haben wir gefunden und festgestellt, daß eine derartige Ausfahrt auch seinen Reiz hat - eben anders als nur ein Treffen zu besuchen.
Lieber Franz, herzlichen Dank für die perfekte Ausarbeitung und Organisation dieser Tour. Die Idee für einen Gegenbesuch in Norddeutschland reift langsam...Ostseeküste hinauf und Nordseeküste herunter, mit der Fähre auf die Nordseeinsel Föhr, ein Stück am Nord-Ostsee-Kanal entlang sind nur ein paar Ideen. Wir können euch auch vieles bieten.
Abschließend herzliche Grüße aus dem Norden an alle Steyr-Freunde in OÖ und sonstwo!
"Steyr"-Stefan
zu guter letzt schaut euch noch die allerletzte Seite an...